Wie immer waren auch diesmal die Parallelen zum ganz großen Sport nur allzu spürbar – inklusive der Schmerzen und der Müdigkeit nach all den Strapazen. Zwei Tage lang hieß es am letzten Mai-Wochenende in der Sportschule Hennef von früh bis spät an den grünen und blauen TT-Tischen schwitzen, konzentriert bleiben und über dem eigenen Spiel auch das der Team-Kollegen und der vielen Bekannten und Freunde aus den anderen Sendern im Blick zu behalten. Denn beim Tischtennisturnier von ARD, ZDF und dem Zentralen Beitragsservice, das in diesem Jahr seine 60. Auflage erlebte, ist das übergreifend-familiäre Moment längst heimisch. Man kennt sich. Man freut sich, einander nach einem Jahr wieder beim sportlichen Wettkampf und selbstverständlich auch beim Frühstück und beim abendlichen Kaltgetränk zu begegnen – und man nimmt neue Teilnehmer herzlich gern und unkompliziert in der großen Runde auf. Ein Ereignis eben, bei dem zwar Sieg und Platz nicht unwesentlich sind, doch der Sport und hier insbesondere der betriebliche Sport in den einzelnen Teams und darüber hinaus seine ganz besonderen Kräfte entfaltet.

Ein Titel, vier Mal Silber und drei Mal Bronze

Trotz der entspannten, sehre besonderen Rahmenbedingungen, verschenkt wird bei den Matches in den Wettbewerben der Teams bei Männern und Frauen sowie in den Einzel- Doppel- und Mixed-Konkurrenzen nicht ein Pünktchen. Entsprechend haben sich all Jene, die bei der abschließenden Siegerehrung auf die Bühne gebeten werden, die Ehrung im Schweiße ihres Angesichts schwer verdient. Wobei aus dem hr-Team wie immer in der jüngeren Vergangenheit vornehmlich die Frauen glänzten und in die Kameras verschiedenster Größen lächeln durften. Allen voran Iris Arasimavcius, die beim diesjährigen Turnier den einzigen Titel in hr-Blau errang, und zwar im Damen-Doppel an der Seite von Katharina Schrenner (ZDF). Ansonsten gab es diesmal reichlich Silber, so für Barbara Vogel und Gordana Schneider im Team-Wettbewerb bei den Damen, für Barbara Vogel im Einzel bei den Seniorinnen und Gordana Schneider im Mixed, gemeinsam mit Valentin Frase (RBB).

Silber, allerdings in der B-Gruppe der Herren-Mannschaft und damit den knapp verpassten  Aufstieg in die A-Gruppe, gab es ebenfalls für das hr-Quartett mit Iris Arasimavicius, Jürgen Greiner, Andreas Müller und Markus Walther. Ihm gebührt ein besonderes Lob, denn Markus Walther kam eigens für die Mannschaftsspiele vom Hessentag herüber nach Hennef, düste abends wieder nach Herborn zurück und ermöglichte so, dass wir überhaupt eine eigene Vierer-Mannschaft ins Rennen zu schicken vermochten. Abgerundet wurde die schöne Bilanz von drei Bronze-Medaillen, die Iris Arasimavicius im Damen-Einzel und im Mixed mit Johannes Zakrosek (SWR) sowie Barbara Vogel und Gordana Schneider im Damen-Doppel gewannen.

2019 der hr voraussichtlich wieder im Reigen der Gastgeber

Ganz klar, dass bei einer Veranstaltung mit solch starken Wurzeln, die in der deutschen Betriebssport-Landschaft ihres gleichen suchen dürfte, sich die Gedanken regelmäßig auch nach vorn richten. Diese Perspektive lag diesmal beim 60. Geburtstag besonders nahe. Ungeachtet ihres fortgeschrittenen Alters haben diese ganz besonderen Tischtennis-Meisterschaften realistische Aussichten, ein noch weit höheres Alter zu erreichen und ein echter Methusalem zu werden. In den Reigen sämtlicher Anstalten und Sender, die abwechselnd dieses großartige Ereignis weiterleben ließen und über sechs Dekaden fortführten, möchte sich im Jahr 2019 einmal mehr das hr-Team einreihen. Im nächsten Jahr werden der WDR und die Deutsche Welle gemeinsam Gastgeber sein, im Jahr darauf der SWR. In Frankfurt hatte das Turnier zuletzt 2011 stattgefunden, von dem viele der Teilnehmer noch heute schwärmen.

Den hr-Tischtennisspielern ist noch allzu gut in Erinnerung, welch immenses Pensum mit der Ausrichtung eines solchen Turniers verbunden ist. Trotzdem ist unsere kleine Gruppe um Spartenleiterin Gordana Schneider nach reiflicher Überlegung bereit, diese Herausforderung zu stemmen. In einem ersten Vorgespräch hat die Leitung der hr-Betriebssportgemeinschaft bereits signalisiert, unser Vorhaben und damit unseren Part zur Weiterführung dieser schönen betriebssportlichen Tradition nach Kräften zu unterstützen. Dies ist eine zugleich wichtige und äußerst ermutigende Ausgangsposition. Und wie schön wäre es, wenn spätestens bei unserem „Heimspiel“ in drei Jahren erstmals eine komplette Mannschaft vom MDR an den Start ginge. Der benachbarte Sender wurde in diesem Jahr erstmals mit einem frenetisch bejubelten Teilnehmer offiziell in den Ergebnisprotokollen registriert. Auch dies mehr als nur ein Detail am Rande, um diese schöne betriebssportliche Geschichte weiterzuschreiben.

7. Juni 2016 Andreas Müller

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